Lebensmittelhygiene in der Küche: 10 goldene Regeln

hygiene in der küche

Ob Du Mahlzeiten zubereitest, kochst, isst oder mit Freunden quatschst, die Küche ist der Mittelpunkt des Familienlebens. Deshalb sollten wir die Hygiene in der Küche nicht unter den Tisch fallen lassen. Wenn alle Familienmitglieder bestimmte Hygieneregeln in der Küche einhalten, kannst Du unerwünschte Bakterien eindämmen – damit alle glücklich und gesund bleiben.

Stell einfach einen Hygieneplan für die Küche auf oder drucke diese zehn Regeln aus und hänge sie an den Kühlschrank. Frag Deine Kinder, ob sie Lust haben, den Plan mit Filzstiften auszumalen. Kinder lieben es, backen und kochen zu lernen, und ein bisschen Chaos in der Küche gehört natürlich dazu. Aber sobald sie alt genug sind, ihre Arme bis zu den Ellenbogen ins Mehl zu stecken, ist es Zeit, ihnen auch die wichtigsten Hygieneregeln in der Küche beizubringen.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet Ratschläge zu Hygieneanforderungen für Lebensmittelunternehmen, die auch für uns Hobbyköche relevant sind.1 Beachte Folgendes, um gängige Probleme in der Lebensmittelhygiene zu vermeiden:

  • Richtige Aufbewahrung von Lebensmitteln.
  • Richtige Zubereitung von Speisen.
  • Allgemeine Sauberkeit in der Küche.

1. Immer zuerst: Hände waschen und sich passend anziehen

 

 

Ganz oben auf deiner Checkliste zur Hygiene in der Küche sollte das Händewaschen stehen. Bakterien können leicht übertragen werden. Wasche Dir daher vor und während des Zubereitens und Kochens von Mahlzeiten ab und zu die Hände. Das Händewaschen ist auch für Kinder eine der wichtigsten Regeln, die sie über Küchenhygiene lernen sollten. Achte darauf, dass die ganze Familie weiß, wie man sich die Hände richtig wäscht. Weitere Tipps zur Händehygiene sind:

  • Vermeide das Tragen von Ringen, wenn Du in der Küche beschäftigt bist. Sie erschweren das richtige Händewaschen, sodass sich Bakterien und Schmutz leicht ansammeln können.
  • Es ist hygienischer, die Nägel kurz zu halten und keinen Nagellack zu tragen.
  • Wenn Du eine Schnittwunde an Deinen Händen hast, reinige diese sofort und kleb ein Pflaster auf.

Neben sauberen Händen sollten auch lange Haare zurückgebunden werden und lange oder weite Ärmel hochgerollt werden. Dazu kannst Du Deine Kleidung mit einer Kochschürze vor unschönen Flecken schützen. Eine klassische Kochmütze ist dagegen ein optionales Zubehör. Kochst Du mit Kindern, könnt Ihr diese Vorbereitungen in eine kleine Kostümparty verwandeln.

Apropos Körperhygiene: Auch beim Geschirrwaschen ist es wichtig, lange Haare zurückzubinden, da auch Haare Keime tragen können. Wusstest Du, dass wir etwa 50 Haare pro Tag verlieren?2 Profis tragen nicht ohne Grund Mützen und Haarnetze!

2. Lebensmittel durchbraten

Eine der wichtigsten Regeln zur Lebensmittelhygiene ist, Lebensmittel vollständig durchzubraten, zu kochen oder zu backen. Halbgare Nahrungsmittel können schädliche Bakterien enthalten, die zu einer Lebensmittelvergiftung führen können. Diese Gewohnheiten helfen Dir, das zu vermeiden:

  • Schneide die Lebensmittel ein, um zu überprüfen, ob sie durchgegart sind.
  • Verwende ein Lebensmittelthermometer, um zu überprüfen, ob das Fleisch bei der richtigen Temperatur gegart wird. Diese eignen sich auch gut, um Deinen Kindern den Unterschied zwischen rohem und gegartem Fleisch beizubringen. Zeige den Kindern, wie die Temperatur steigt und bei welcher Temperatur das Essen durchgebraten oder gekocht und ohne Bedenken gegessen werden kann.
  • Stell sicher, dass alle aufgewärmten Speisen kochend heiß sind.
  • Serviere gekochte Speisen bei einer Mindesttemperatur von 70 °C. Der Temperaturbereich von 15 °C bis 55 °C ist der Zeitpunkt, an dem sich die Bakterien am schnellsten vermehren können.

3. Die richtige Aufbewahrung von Lebensmitteln

Lebensmittel vollständig durchzubraten ist nur ein Aspekt guter Lebensmittelhygiene. Ebenso ist es wichtig Nahrungsmittel richtig aufzubewahren, um die Lebensmittelsicherheit zu garantieren. Eine optimale Lagerung trägt dazu bei, Lebensmittel vor Chemikalien und schädlichen Bakterien zu schützen und den Kontakt zwischen Luft und Nahrungsmittel auf ein Minimum zu reduzieren, damit diese länger frisch bleiben. So bewahrst Du Lebensmittel optimal auf:

  • Stell sicher, dass Reste oder geöffnete Lebensmittelpakete mit Frischhaltefolie oder einem Deckel abgedeckt oder in einem verschlossenen Behälter aufbewahrt werden.
  • Du solltest auch versiegelte Behälter für Lebensmittel verwenden, die in Regalen oder im Schrank aufbewahrt werden, wie Mehl, Reis und Nudeln.
  • Stell keine warmen Speisen in den Kühlschrank. Diese müssen zuerst abkühlen, sollten aber so schnell wie möglich, am besten innerhalb von zwei Stunden, in den Kühl- oder Gefrierschrank gestellt werden. Denk daran, wenn du Familienmahlzeiten zum Einfrieren vorbereitest!
  • Lass gekochtes sowie frisches Essen nicht länger als zwei Stunden stehen. Das gilt auch für aufgeschnittenes Gemüse und Obst.
  • Lege Lebensmittelverpackungen auf Teller, um zu vermeiden, dass Säfte auf Arbeitsplatten oder Kühlregale tropfen – lagere diese in der untersten Ebene des Kühlschranks, um eine weitere Kontamination zu vermeiden.
  • Vermeide es, abgelaufene Lebensmittel im Kühlschrank aufzubewahren.
  • Überfülle deinen Kühlschrank nicht. Es sollte genügend Platz für eine gute Luftzirkulation vorhanden sein.
  • Leg zu kühlende Lebensmittel möglichst bald nach dem Kauf in den Kühlschrank. Das gleiche gilt für Tiefkühlware und den Gefrierschrank.

Auch Kinder müssen lernen, dass verschiedene Arten von Lebensmitteln bei unterschiedlichen Temperaturen gelagert werden sollten. Zum Beispiel sollten Linsen im Schrank, Milch im Kühlschrank und gefrorenes Gemüse im Gefrierfach aufbewahrt werden. Kindern Hygieneregeln in der Küche beizubringen, sollte immer Spaß machen, also hilf ihnen, ein paar Gläser und Dosen für die trockenen Lebensmittel im Schrank zu bemalen.

4. Arbeitsflächen abwischen für gute Hygiene in der Küche

 

 

Eine der einfachsten und wichtigsten Regeln der Küchenhygiene lautet, Arbeitsflächen nach jedem Gebrauch abzuwischen. So hältst Du die Küche nicht nur ordentlich und sauber, sondern verhinderst außerdem, dass sich Bakterien verbreiten. Auch Kinder sollten lernen was Keime sind und wie man ihnen am besten begegnet. Lass sie daher auch beim Aufräumen mitmachen, indem Du es spielerisch gestaltest.

Wenn du die Hygiene in der Küche bewahren möchtest, solltest du zwischendurch Flecken und Krümel abwischen. Halte eine Rolle saugfähige Küchentücher griffbereit, um Verschüttetes schnell aufwischen zu können. Zewa Wisch & Weg Küchentücher sind stark, auch wenn sie nass sind, und reißen selbst beim Schrubben und Auswringen nicht.

Wische auch andere Bereiche mit hohem Berührungspunkt regelmäßig ab, wie zum Beispiel:

  • Kühlschranktür
  • Knöpfe und Griffe an Geräten
  • Wasserhähne

5. Lebensmittelhygiene: Vermeide Kreuzkontamination

Wenn Du jemals eine Lebensmittelvergiftung hattest, verstehst Du, warum das Vermeiden einer Kreuzkontamination so weit oben auf dem Hygieneplan für die Küche steht. Du möchtest natürlich vermeiden, dass schädliche Mikroorganismen von rohen Lebensmitteln zu gekochtem Essen übergehen und Dich krank machen. Befolge diese Regeln, um Kreuzkontaminationen in der Küche zu vermeiden:

  • Verwende separate Schneidebretter, um Fisch, Fleisch, Gemüse, Milchprodukte und Brot zu schneiden. Schneidebretter in verschiedenen Farben können dir helfen, den Überblick zu behalten. Durch die Verwendung von Schneidebrettern in verschiedenen Farben lernen auch Deine Kinder, dass es wichtig ist verschiedene Lebensmittel getrennt zu verarbeiten. Auch können sie sich leicht merken, welches Brett für welches Lebensmittel verwendet werden soll.
  • Benutze verschiedene Utensilien für rohe und gekochte Speisen.
  • Lass rohes Fleisch niemals mit anderen Lebensmitteln in Kontakt kommen.

Auch im Kühlschrank ist Lebensmittelhygiene wichtig, um Kreuzkontamination zwischen verschiedenen Lebensmitteln zu verhindern. Bringe Deinen Kindern bei, wo welche Lebensmittel im Kühlschrank hingehören, indem Ihr zusammen je ein Bild mit Gemüse, Fleisch und Milchprodukten wie Käse oder Milch malt. Erkläre ihnen die Unterschiede zwischen den Lebensmittelgruppen und dass rohes Fleisch in das unterste Regal, Gemüse in die Schubladen und Milchprodukte nach oben gehören. Klebe die Bilder dem Inhalt des Kühlschranks entsprechend an die Kühlschranktür, damit sie es sich besser merken können.

6. Reinige das Schneidebrett nach jedem Gebrauch

 

 

Bakterien können sich auf Schneidebrettern schnell vermehren. Deshalb solltest Du Lebensmittelreste nach dem Gebrauch sofort entfernen und das Brett gründlich abwaschen. Das geht schnell und einfach und ist für eine gute Küchenhygiene unerlässlich.

7. Leere den Mülleimer regelmäßig

Ein Teil des Hygieneplans für die Küche sollte das Leeren des Mülleimers sein. Lebensmittel zersetzen sich im Mülleimer schnell, wobei Bakterien entstehen. Leere den Eimer jeden Tag, um unangenehme Gerüche zu vermeiden.

8. Entferne Fett effektiv

Hast Du schon einmal einen Fettfleck abgewischt, und dann festgestellt, dass er sich von Deinem Tuch auf jede andere Oberfläche in der Küche übertragen hat? Versuche stattdessen ein saugfähiges Haushaltstuch zu verwenden, welches Du hinterher wegwirfst – das verhindert, dass Fett und Bakterien übertragen werden.

9. Halte den Kühlschrank sauber

 

 

Es gibt einen guten Grund, warum das Putzen des Kühlschranks für die Hygiene in der Küche so wichtig ist. Verschüttetes und verdorbene Lebensmittel verbreiten Keime, wische daher die Oberflächen in der Zeit zwischen der gründlichen Reinigung des Kühlschranks täglich ab.

Wenn wir schon beim Kühlschrankputzen sind: Dieser ist auch der Ort, an dem Du Tiefkühlkost auftauen solltest – nicht auf Deiner Arbeitsplatte. Dies trägt dazu bei, Bakterienwachstum aufgrund einer plötzlichen Temperaturänderung zu verhindern. 

10. Schrubbe das Spülbecken täglich

 

 

Dein Spülbecken wird jeden Tag mehrmals verwendet, daher wird es schnell schmutzig und zieht Bakterien an, wenn es nicht sauber gehalten wird. Auch dies ist eine der Hygieneregeln in der Küche, die nur wenig Zeit beansprucht, sich aber lohnt:

Putze deine Spüle einmal täglich schnell mit einem Scheuerschwamm und einem Spritzer Küchenreiniger. Vergiss dabei die Wasserhähne nicht!

Wische stehendes Wasser oder verschüttete Flüssigkeiten rund um das Spülbecken auf, um es zwischen den Reinigungen sauber zu halten.

Du möchtest bestimmt auch Deinen Ofen hygienisch sauber halten. Stell also sicher, dass er regelmäßig gereinigt wird. Dasselbe gilt für Kochfeld, Grill, Mikrowelle und Toaster – im Grunde alles, was Du zum Kochen von Speisen verwendest.

Ob es das tägliche Leeren des Mülleimers oder das Abwischen der Arbeitsflächen ist, diese grundlegenden Regeln für die Küchenhygiene helfen Dir, Dich und Deine Familie vor Lebensmittelvergiftungen und Krankheiten zu schützen. Zudem hat die tägliche Hygiene den Vorteil, dass die Grundreinigung der Küche weniger aufwendig ist und schneller geht.

Quellen:

1 Küchen- und Lebensmittelhygiene‘, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, Infektionsschutz.

2 Lebensmittelhygiene’, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Lebensmittel Info.


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